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Die industrielle Revolution in Deutschland

 

Der Beginn der Industriellen Revolution und somit der Durchbruch der Industrialisierung in Deutschland wird heute auf das Jahr 1835 datiert. Eine wirklich spürbare Industrialisierung setzte aber erst in den Jahren nach 1850 ein. Ein bedeutender Indikator dafür war der rasante Anstieg der Steinkohlenproduktion. Diese wurde gebraucht, um den starken Aufschwung der Stahlindustrie zu gewährleisten, die wiederum Grundlage der neu entstandenen Schwerindustrie war und mit dem Bau von Maschinen, Lokomotiven und dem Ausbau des Eisenbahnnetzes einherging.
Der bedeutendste industrielle Aufschwung erfolgte aber erst mit der Gründung des Deutschen Reiches in den 1870er Jahren. Aus den im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts gegründeten Industriebetrieben, die zumeist Kleinbetriebe waren, entwickelten sich in atemberaubender Geschwindigkeit innerhalb dieser Periode gewaltige Großbetriebe. Diese rasante Entwicklung ist wohl nur mit jener der 1990er Jahre im Bereich des „Neuen Marktes“ zu vergleichen. Allerdings war die Entwicklung 120 Jahre zuvor erheblich nachhaltiger. Aber
auch damals, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, stand plötzlich das Problem der Finanzierung des Unternehmenswachstums auf der Tagesordnung. So entstanden beispielsweise: der Bochumer Verein; Firma Hoesch; Firma Thyssen; Firma Krupp; der Hoerder Verein; die Firma Henkel von Donnersmarck; die Dortmunder Union oder Siemens & Halske. Die unglaubliche personelle Entwicklung dieser Firmen, in denen schnell eine Konzernbildung einzusetzen begann, soll kurz und exemplarisch für diese Zeit an Krupp dargestellt werden: Die 1811 gegründete Kruppsche Gussstahlfabrik beschäftigte im Jahr 1835 67 Personen, im Jahr 1871 waren es bereits etwa 9.000 und 1872 knapp 13.000 Beschäftigte.
Wurden diese Firmengründungen, die nicht selten auf bedeutenden Erfindungen basierten, zu Beginn mit den eigenen Mitteln der Gründer, deren Familien sowie von einzelnen wohlhabenden Gönnern und Mäzenen finanziert, war das nun einsetzende Wachstum so nicht mehr finanzierbar.
Zunächst wurden private Anteilsscheine an den Unternehmen vergeben. Diese Organisationsform finanzieller Ressourcen wurde in Deutschland bereits 1682 mit der Brandenburgisch-Afrikanischen Companie erstmals praktiziert und besonders in Preußen im 18. Jahrhundert weiterentwickelt. Doch die ersten gesetzlichen Regelungen erwiesen sich bald als lückenhaft und wenig praktikabel. Das war Anlass, dass im Königreich Preußen im Jahr 1843 das erste Aktiengesetz beschlossen wurde. Im Jahr 1861 folgte das erste Deutsche Handelsgesetz und 1870 eine erste Novellierung sowie 1884 eine zweite für das Aktienrecht. Die zweite Novellierung gilt heute als Geburtsjahr der modernen Aktiengesellschaft.  ...

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