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Das "Telephon" und Philipp Reis

 
Leider sind viele geniale Erfinder nicht so geschäftstüchtig wie Werner von Siemens. Das traf leider auch auf den im Jahr 1834 im hessischen Gelnhausen geborenen Philipp Reis zu. Reis, der aus gutbürgerlichem Hause kam, ging auf das private Institut Louis Frédéric Garnier, dass später nach ihm benannt werden sollte und wurde dort zum Kaufmann ausgebildet. In seiner Freizeit aber widmete er sich naturwissenschaftlichen und technischen Studien und trat bereits mit siebzehn Jahren dem ehrwürdigen Physikalischen Verein in Frankfurt/Main bei. Wie überliefert ist, befasste er sich schon ein Jahr später mit der Idee, elektrischen Strom zu nutzen, um Sprache zu übertragen. Nach Ausbildung und Militärdienst bekam Reis unerwartet eine Stelle als Lehrer für Französisch, Mathematik, Physik und Chemie an der Knabenschule, in Gelnhausen angeboten, auf die auch er gegangen war. Neben seiner Lehrertätigkeit und Heirat beschäftigte er sich in seiner Freizeit weiter mit technischen und naturwissenschaftlichen Problemen und tätigte einige Erfindungen, so Rollschlittschuhe, eine frühe Form eines handangetriebenen Fahrrads und er forschte an Technologien zur Nutzung von Sonnenenergie. 

Das Telephon von Reis - Abb. aus eigenem Archiv

Reis versuchte seinen naturwissenschaftlichen Unterricht möglichst anschaulich zu gestalten. Dafür baute er die verschiedensten Modelle sowie Versuchsaufbauten. Auch eine Ohrmuschel gehörte dazu und die inspirierte ihn erneut, seine Forschungen zur elektrischen Sprachübertragung fortzusetzen, die fortan zu seiner Lebensaufgabe werden sollte. Reis forschte, entwickelte und erzielte immer weitere Fortschritte, auch ein Kontaktmikrofon kam zu seinen Erfindungen hinzu. Im Jahr 1860 gelang ihm dann mit seiner dritten Apparatur der Durchbruch und er nannte seine Erfindung „Telephon“ – in Anlehnung an den Telegraphen. Am 26. Oktober 1861 führte er einen funktionsfähigen Prototypen seiner Erfindung erstmals öffentlich zahlreichen Mitgliedern des Physikalischen Vereins in Frankfurt vor und hielt einen Vortrag unter dem Titel: „Über die Fortpflanzung von Tönen auf beliebige Entfernung durch Vermittlung des galvanischen Stroms.“ Mit der ersten telefonischen Durchsage „Ein Pferd frisst keinen Gurkensalat“, landete er  ...

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