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Luffa cylindrica - ein EU-Forschnungsprojekt

 
Ich konnte mich damals, Mitte der 1990er Jahre, natürlich nicht ausschließlich diesen beiden Erfindungen widmen. Schließlich musste ich meinen Lebensunterhalt und den meiner Familie sichern und auch das Geld für die Patentanmeldungen verdienen. Ich arbeitete an andern Projekten als freier Technologie- und Innovationsberater oder für die Steinbeis-Stiftung, an weiteren eigenen Erfindungen sowie als Partner in anderen Forschungsprojekten.

Eines Tages erhielt ich eine Anfrage, an einem EU-Forschungsprojekt als Technologiepartner mitzuarbeiten. Das Projekt war eine Kopplung aus land-wirtschaftlicher und technologischer Forschung. Luffa cylindrica, ein Kürbisgewächs, das zu den Nutzpflanzen der Alten Welt zählte, sollte rekultiviert werden. Ziel war es, den wirtschaftlichen Anbau dieser Kürbispflanze in verschiedenen europäischen Ländern zu testen und technisch-technologische Anwendungen für die Pflanze zu finden.

Die Pflanze, die auf Deutsch auch „Schwammkürbis“ genannt wird, war damals in Europa weitgehend unbekannt. Heute kennen wir sie vorrangig als ökologischen Schwamm zur Körperpflege.
Der Fruchtkörper dieses Kürbisgewächses kann im jungen Stadium als Gemüse, ähnlich der Zucchini, genutzt werden. Im Reifestadium der Frucht bildet sich im Fruchtinneren ein äußerst stabiles Stützgewebe, das grobfasrig, robust und sehr stabil ist. Dieses vom Fruchtfleisch befreite Faserstützgebilde hat die Form eines Zeppelins. Schon in der Antike erkannte man die Stabilität dieser Fasern und verwendete sie zum Beispiel als Sandalensohlen. Eine weitere Renaissance erfuhr diese Pflanze mit der Erfindung und Durchsetzung der Verbrennungsmotoren und das besonders in den USA. Dort wurden diese Naturfasern zu Filtern für die Motorentechnik verarbeitet. Geliefert wurde Luffa cylindrica aus Japan, wo diese Pflanze noch traditionell angebaut wurde.

Für die Motorentechnik der USA im Allgemeinen und für die Militärtechnik im Besonderen, war diese Kürbisart zu jener Zeit von großer Bedeutung. Dann kam „Pearl Harbor“ und der Angriff der Japaner zwang die USA in den Zweiten Weltkrieg. Der Hauptlieferant Japan fiel über Nacht aus und auf die Schnelle konnte ein Anbau im eigenen Land nicht realisiert werden. Mit großen Anstrengungen wurde dann aber der Anbau in den USA vorangetrieben, gleichzeitig aber nach entsprechenden Alternativen gesucht, die dann auch bald die Pflanzenfasern ablösten. 

Bei dem Luffa cylindrica-EU-Forschungsprojekt war das alles ganz anders. Schnell kristallisierte sich heraus, dass ein wirtschaftlicher Anbau in Europa, zumindest südlich der Alpen, möglich war. Auch technologische Verfahren zur Ernte und zur Gewinnung der Fruchtkörper-Stützfasern wurden gefunden,  ...

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