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Erfindermessen und ihr Nutzen

 

In jenem Jahr 1995 fasste ich auch den Entschluss, an mehreren Messen teilzunehmen. Über meine Erfahrungen möchte ich hier berichten. Zuerst muss aber festgestellt werden: Eine Messeteilnahme ist immer eine sehr aufwendige und auch teure Angelegenheit, worüber auch die teilweisen Messeförderungen nicht hinweghelfen können. Für Erfindungen sind Messeteilnahmen, egal ob bei einer Erfindermesse oder einer Fachmesse, eine ganz besondere Herausforderung. Zum einen müssen die Erfinder bei ihrer Informationspolitik sehr zurückhaltend sein, immer unter der Devise: so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig.

Zum Großteil sind die Patente noch nicht rechtskräftig erteilt, weil sich dieses Prozedere teilweise viele Jahre hinzieht. Aber selbst wenn der Rechtsschutz in Sack und Tüten ist, besteht immer erhebliche Gefahr, dass es zum Ideenklau kommt und bei wirtschaftlich stark überlegenen Gegnern sind die rechtlichen Erfolgsaussichten für Erfinder äußerst gering. Aber natürlich muss man potentiellen Interessenten auch seine Erfindung anschaulich präsentieren können: Professioneller Messestand, aussagekräftige Informationsunterlagen sowie demonstrationsfähige Prototypen sind unerlässlich. Und eine gut gemeinte Warnung: Alle Papiere und Prototypen sollten Nacht für Nacht abgeräumt und mitgenommen werden. Das ist zwar zum Teil sehr beschwerlich, ich habe es aber mehrfach erlebt, dass Derartiges über Nacht spurlos verschwunden war.

Ich war Messeteilnehmer auf der IENA Nürnberg (Internationale Erfindermesse Nürnberg) sowie auf der Internationalen Messe für Erfindung und Innovation in Genf sowie auf einigen anderen ausländischen sowie regionalen Messen. Die Nürnberger Erfindermesse ist preislich noch akzeptabel, das Fachpublikum aber bei weitem nicht so international wie in Genf. Genf erhebt den Anspruch der weltgrößten Erfindermesse, nehmen wir es so hin. Nürnberg war für mich mit einem Portfolio von fünf angemeldeten Patenten eine klassische Fehlinvestition (ich habe insgesamt dreimal dort teilgenommen). Womit ich nicht diese Messe schlechtreden möchte, vielleicht hatte ich auch nur die falschen Erfindungen oder aber die Besucher waren die Falschen. Genf ist da schon eine andere Liga. Erfinder aus der ganzen Welt stellen aus und suchen nach ihrer Chance.

Natürlich sind auch viele potentielle Investoren anwesend und Unternehmen aller Branchen haben ihre Späher ausgesandt. Ich konnte Kontakte in über fünfundzwanzig Länder aus allen Kontinenten knüpfen. Mit Händen und Füßen, mit Translator und Wörterbuch, aber auch mit teuren professionellen Übersetzern wurden Informationen ausgetauscht und verhandelt: USA, Australien, Japan, China, Taiwan, Frankreich, Norwegen, Niederlande, Italien, Großbritannien, Spanien, Israel, Korea, Russland und Saudi-Arabien, um nur einige zu nennen, waren Kontaktländer. Ich hatte viel und gute Vorarbeit geleistet und mit meinen Prototypen konnte ich mein Erfinderanliegen gut vermitteln. Ein riesiger Hecht sowie ein gewaltiger Karpfen, die ich zuvor geangelt hatte, dienten als repräsentative Ganzkörperpräparationen dem Blickfang. Meine Erfindungen wurden auch von der internationalen Jury wohl als marktfähig, innovativ und in ihren entsprechenden Kategorien als erfolgversprechend eingestuft und mit zwei Gold- und einer Bronzemedaille ausgezeichnet. Aber auch die vielen Firmenkontakte, ...

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