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Deutschland steigt aus!

 

Als ich an dieser Stelle meines Buches arbeitete, beschloss Deutschland den Ausstieg aus der Atomenergie bis zum Jahr 2022. Eine Hysterie in der Bevölkerung auf Grund der Atomreaktorunfälle in Japan, könnte man meinen. Könnte man meinen, ist aber wohl nicht so, wie aktuelle Meinungsumfragen besagen. Die Masse der Bundesbürger, darunter auch ich, wünscht sich durchaus einen weitgehenden Ausstieg aus der Kernenergie oder eine Minimierung der Anwendung von Kernenergie. Aber einen vollständigen Ausstieg ohne echte Alternativen finde ich recht unvernünftig und auch nicht ohne Risiko für unsere Versorgungssicherheit. Vielleicht muss die Menschheit ja auch irgendwann, wenn alle Prozesse inklusive der Endlagerung absolut beherrscht werden, erneut darauf zurückgreifen?

Dieser schnelle, übereilte Ausstieg ist allein eine politische Entscheidung, wenig durchdacht, aus dem Bauch heraus, man könnte auch sagen populistisch. Der Bürger zahlt die Zeche, über das „Wie“ wird später nachgedacht.

Fakt ist, in Japan hat es einen gewaltigen Atomreaktorunfall gegeben. Fakt ist aber auch, dass bisher kein einziger Mensch nachweislich an den Folgen dieses Unfalls ums Leben gekommen ist, die geschätzten 30.000 Toten sind allein dem Erdbeben und dem Tsunami geschuldet. Mit größter Wahrscheinlichkeit wird es in Japan um Fukushima herum auch keine Todeszone wie in Tschernobyl geben. Die Menschen haben gelernt!

Daher sollte dieser Ausstiegsablauf nochmals überdacht und nach hinten verschoben werden, bis ausreichend neue Energietechnologien zur Verfügung stehen. Auch sollte er differenziert und nicht vollständig erfolgen. Wir sollten nicht hysterisch und ohne Not solche Schlüsselindustrie aufgeben, sondern mit Verstand und Weitblick wissenschaftlich weiter daran arbeiten.

Atomenergie ist bisher noch die umweltschonendste Energieform und auch die mit den wenigsten Menschenopfern. Tschernobyl hin oder her, gemäß WHO sterben jährlich noch etwa 3 Millionen Menschen an den Folgen der Verbrennung fossiler Rohstoffe und auch brechende Staudämme, erbaut zur Nutzung der Wasserkraft, haben schon vielen hunderttausenden Menschen das Leben gekostet. Auch sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass jeder Mensch täglich radioaktiver Strahlung ausgesetzt ist. Sie ist ganz einfach ein Bestandteil unserer Natur und alles Leben hat sich unter ihrem Einfluss entwickelt. Natürlich sind überhöhte Strahlungswerte eine Gefahr für alles Leben und natürlich ist ein Teil der radioaktiven Strahlung in den letzten Jahrzehnten auch von Menschen gemacht.

Die Strahlungsbilanz in Deutschland setzt sich derzeit etwa folgendermaßen zusammen:
etwa 0,03 % Atomwaffen-Niederschlag
etwa 0,03 % Reaktorunfall Tschernobyl
etwa 0,03 % von deutschen Atomkraftwerken
etwa 7% kosmische Strahlung
etwa 28 % eingeatmetes Radon
etwa 47 % medizinische Anwendungen

Was sagen uns diese Werte? Etwa 35 % der radioaktiven Strahlung können wir nicht verhindern (Kosmische Strahlung + Radon) und auf die 47 % der medizinischen Anwendung können oder wollen wir derzeit nicht verzichten. Besonders das radioaktive Gas Radon, das unbemerkt aus dem Boden dringt, ist weitaus gefährlicher als bisher angenommen. Heute geht die Wissenschaft davon aus,  ...

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